Textprobe:

Ein Gedicht - themenbezogen.
In diesem Falle - das Geld.
Könnte auch jedes andere Thema sein.

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Geld

Mein Geld, dein Geld, unser Geld...
genug davon - ist das, was zählt.

Zum Kaufen, Saufen, glücklich sein,
man braucht es einfach - jeden Schein.

Es knistert nicht nur das Papier,
ist auch die Luft, im Blick die Gier,
nach noch mehr - und mit feuchter Hand
wird es gezählt, in diesem Land.

Das fängt schon in der Kindheit an.
Mit Geld wird erst ein Mann zum Mann!
Zur Taufe, Konfirmation
beginnt das Glück - na endlich - schon.

Wenn Omas, Tanten, Nachbarschaft,
bei Kaffee, Kuchen, Apfelsaft,
ganz großzügig die Scheine zücken,
in dankerfüllte Augen blicken.

Auch Weihnachten, zum Namenstag,
gern lieber Geld - weil man es mag,
selbst zu entscheiden, was man will,
ist angesagt - für sich, ganz still.



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Wann wird es denn nun ausgegeben,
das ganze Geld? Na, später eben.
Bloß nicht zu früh, das wär verkehrt,
noch warten, bis es sich vermehrt!

Ein Häuflein, das zum Haufen wird,
der Hausbank Freude nur beschert,
ist Grund genug auf dieser Welt,
du wirst gegrüßt - du hast ja Geld.

Gehörst zu jenen, die was sind,
mit einem Job - und noch kein Kind,
was kümmerts dich - ein neues Spiel,
da ist es, dieses Glücksgefühl.

Wie schön, dass es die Kohle gibt,
Moneten, Zaster, Möpse, Knete,
oder noch erbt von Tante Grete,
dass etwas da ist, das man liebt.

Geld - du mein Freund, ich brauche dich,
sei immer da, allein für mich.
Kann ohne dich nicht leben - weil:
Geld macht nicht nur - nein, Geld ist geil.


© E. Haushahn